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Ehrenamt Rettungshundearbeit
Hallo und schön, dass du dich für die ehrenamtliche Rettungshundearbeit interessierst.
Rettungshundearbeit ist mehr als ein Hobby – sie ist ein verantwortungsvolles Ehrenamt, bei dem Mensch und Hund als Team im Ernstfall bei Vermisstensuchen unterstützen und damit einen wichtigen Beitrag für die Gemeinschaft leisten können.
Damit deine Erwartungen möglichst gut zur Realität passen, möchten wir dir hier offen zeigen, was dieses Ehrenamt bedeutet und welche Voraussetzungen du mit deinem Hund mitbringen solltest.
Was dich in der Staffel erwartet
- Klare Zielsetzung: Ausbildung von einsatzfähigen Mensch-Hund-Teams, keine reine „Hundebeschäftigung“ oder Hundesport.
- Wichtig: Eine Rettungshundestaffel ist KEINE Hundeschule – Grundgehorsam und Alltagsthemen solltest du idealerweise bereits mit deinem Hund erarbeitet haben, wir unterstützen dich jedoch gern gezielt bei der Vorbereitung auf die erforderliche Begleithundeprüfung.
- Regelmäßiges Training mehrmals pro Woche (Mittwoch, Freitag und Sonntag), bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit – auch bei Dunkelheit, Regen und Kälte.
- Mehrstündige Übungseinheiten, bei denen du mehrere Kilometer im Gelände unterwegs bist.
- Einsätze zur Unterstützung bei Vermisstensuchen, wenn Menschen vermisst werden und unsere Hilfe gebraucht wird.
- Enge Teamarbeit mit anderen Staffelmitgliedern, Verlässlichkeit und Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.
Voraussetzungen für dich
Bitte prüfe für dich ehrlich, ob Folgendes für dich passt:
- Du kannst und willst mehrere Stunden auf den Beinen sein und dich im Gelände bewegen.
- Du bist bereit, dich ehrenamtlich in der Rettungshundearbeit zu engagieren und die damit verbundenen Aufgaben und Risiken zu tragen.
- Du akzeptierst, dass Einsätze und Übungen auch abends, nachts oder am Wochenende stattfinden können – bei Wind und Wetter.
- Du bist bereit, zu Übungs- und Einsatzgebieten auch längere Strecken (60 km oder mehr) zu fahren, gegebenenfalls auch bei Dunkelheit.
- Dir ist bewusst, dass ausgefallene Arbeitszeit im Einsatz in der Regel nicht ersetzt wird und ein offenes Gespräch mit deinem Arbeitgeber wichtig ist.
- Du bringst Bereitschaft mit, den Umgang mit GPS und Funkgerät zu erlernen und dich fachlich sowie persönlich kontinuierlich fortzubilden.
- Du bist teamfähig, offen für Feedback und kannst konstruktive Kritik annehmen, um dich und dein Team weiterzuentwickeln.
Voraussetzungen für deinen Hund
Auch dein Hund sollte einige Punkte erfüllen, damit er in der Rettungshundearbeit gesund und sicher mitwirken kann.
- Gültige Haftpflichtversicherung ist vorhanden.
- Nachweisbare Impfungen gegen Tollwut, Hepatitis, Staupe, Leptospirose und Parvovirose.
- Dein Hund verträgt Autofahrten zuverlässig.
- Es ist für dich in Ordnung, dass dein Hund im Training einerseits artgerecht körperlich und geistig ausgelastet wird, andererseits aber auch längere Wartezeiten im Auto hat.
- Dein Hund kann sich frei im Wald und Gelände bewegen, auch bei Dunkelheit und schlechtem Wetter.
Ausbildung, Schulungen und Prüfungen
Um in der Vermisstensuche helfen zu können, braucht es eine fundierte Ausbildung für Mensch und Hund.
- Jedes Mensch-Hund-Team legt mindestens einmal eine Begleithundeprüfung ab, die die Grundlage für die weitere Arbeit bildet.
- Es gibt einmalige Online-Tests sowie einen einmalig zu erbringenden Sachkundenachweis.
- Jährliche Pflichtschulungen für alle aktiven Mitglieder gehören fest dazu.
- Die Einsatzfähigkeit des Mensch-Hund-Teams wird in einer jährlichen Wiederholungs- und Einsatzprüfung überprüft.
Selbstcheck: Passt dieses Ehrenamt zu dir?
Nimm dir bitte einen Moment Zeit und beantworte für dich ehrlich unter anderem folgende Fragen:
- Kann und will ich meinen Hund auch bei Dunkelheit und Regen frei im Wald arbeiten lassen?
- Kann und will ich in Training und Einsatz mehrere Stunden auf den Beinen sein und mehrere Kilometer durchs Gelände laufen?
- Bin ich mir darüber im Klaren, dass das Ziel der Staffel ist, einsatzfähige Rettungsteams auszubilden – und nicht nur „etwas mit meinem Hund zu machen“?
- Bin ich bereit, mich ehrenamtlich in der Rettungshundearbeit zu engagieren, inklusive der damit verbundenen Aufgaben und Risiken?
- Ist mein Hund haftpflichtversichert und vollständig geimpft?
- Bin ich bereit, längere Anfahrtswege und Wartezeiten im Training in Kauf zu nehmen?
Dein nächster Schritt
Wenn du die Fragen überwiegend mit „Ja“ beantworten kannst und dich in der Beschreibung wiederfindest, dann könnte die Rettungshundearbeit genau das Richtige für dich sein. Melde dich gern bei uns für ein persönliches Gespräch oder ein Probetraining.
Dabei kannst du die Staffel, die Trainingsbedingungen und den Alltag in der Rettungshundearbeit direkt kennenlernen und alle offenen Fragen in Ruhe klären.
Wir freuen uns darauf, von dir zu hören.
Bitte unter +49 160 / 96 75 28 05 anmelden.
